Der Sonnenwagen von Trundholm, dänisch Solvognen, ist eine Skulptur aus der älteren Nordischen Bronzezeit (um 1400 v. Chr.) Nordeuropas.
Das Original gehört zum Bestand des Dänischen Nationalmuseums in Kopenhagen.
Das Motiv des Sonnenwagens ist auch aus der griechisch/römischen, der chinesischen und der keltischen Mythologie bekannt.

Zeichnung: H. Müller-Karpe, Handbuch der Vorgeschichte IV (München 1980).
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Kulturgut in Gefahr. Raubgrabungen und illegaler Handel

11./12. Dezember 2014
Auswärtiges Amt Berlin, Weltsaal

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, das Deutsche Archäologische Institut und der Deutsche Verband für Archäologie veranstalteten am 11. und 12. Dezember 2014 eine internationale Tagung, die sich dem Problem der Raubgrabungen und des illegalen Handels mit antiken Kulturgütern widmete. Illegale Grabungen und der Handel mit geraubten Kulturgütern sind weltweit zu einem andauernden ernsthaften Problem geworden. Die Zerstörung von archäologischen Stätten bedroht das Kulturerbe zahlreicher Staaten. Durch illegale Grabungen sind bereits viele Objekte für Gesellschaft und Forschung verloren gegangen. Der Handel mit Kulturgütern aus Plünderungen und Raubgrabungen nimmt zu, er ist mittlerweile zum drittgrößten illegalen Markt weltweit angewachsen. Die aktuellen gesetzlichen Regelungen auf nationaler wie internationaler Ebene sind nicht ausreichend, um illegalen Handel mit antiken Kulturgütern dauerhaft und systematisch zu unterbinden.

Am ersten Tag wurden in Referaten exemplarisch die Auswirkungen von Raubgrabungen in verschiedenen Ländern für das Kulturerbe des jeweiligen Landes dargestellt. Die Ausführungen sollen die Notwendigkeit spezifischer Lösungsansätze zum Schutz vor Raubgrabungen auf nationaler Ebene für das In- und Ausland verdeutlichen. Am zweiten Tag  wurden rechtliche Mechanismen identifiziert, die gute Ergebnisse gezeitigt haben und damit Vorbildcharakter für die Entwicklung eines effektiven rechtlichen Kulturgutschutzes haben können. Auch die praktische Relevanz bzw. Umsetzungskraft einschlägiger ethischer Grundlagen war eine der zentralen Fragen dieses Tagungsabschnittes. Außerdem wurden bestehende Dokumentations- und Auswertungssysteme hinsichtlich ihrer Präventionspotentiale in den Blick genommen und Möglichkeiten diskutiert, wie internationale Tools aufgebaut werden können, die noch besser greifen. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten erörtert, den Schutz von Kulturgut stärker als bisher im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern. Eine Podiumsdiskussion erörterte abschließend die  Möglichkeiten einer interdisziplinären, institutionenübergreifenden Zusammenarbeit im Hinblick auf illegalen Handel auf dem Hintergrund der an den beiden Konferenztagen geschilderten Rahmenbedingungen.

Veranstalter:

http://www.preussischer-kulturbesitz.de

http://www.dainst.org

http://www.dvarch.de

 

Autor: Christoph Jahn, Silke Krause, letzte Änderung am 29.01.2017

 

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